China Wirtschaft schrumpft deutlich in 2020

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Das bisher immer vorbildliche China Währung hat mit der Corona-Pandemie einen deutlichen Dämpfer bekommen.
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Das bisher immer vorbildliche China Währung hat mit der Corona-Pandemie einen deutlichen Dämpfer bekommen. Das Bruttoinlandsprodukt der Volksrepublik ist im ersten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent geschrumpft. Das ist ein neuer Aspekt für die chinesische Wirtschaft, der eher ungewohnt ist:denn es ist das erste Quartal mit negativen Zahlen seit 1976. Im letzten Jahr 2019 war noch ein positives Wachstum von 6,1 Prozent zu beobachten.

Der Rückgang hat jedoch seinen Grund darin, dass bedingt durch die Corona-Pandemie viele Beschränkungen auferlegt wurden, die die Wirtschaft quasi lahmlegten. Viele produzierende Gewerbe und Fabriken, die für die übrige Welt herstellte und belieferte, standen auf einmal still. Die Arbeiter mussten komplett zu Hause bleiben. Die Zeit war zwischen Januar bis März einfach zu lang, sodass der Einbruch voraus zu sehen war. Die größten Wirtschaftszweige sind die Dienstleistungssektoren und der Export. Die Dienstleistung war deswegen eingebrochen, da es bei ihrer Ausführung auf den direkten Kontakt ankommt, der schließlich untersagt wurde.

Der Export litt an der globalen Nachfrage, die stark sank. Dieser Sektor ist insgesamt für 20% der Wirtschaftsleistung Chinas verantwortlich. Insbesondere die USA und Europa sind die größten Importeure chinesischer Produkte. Solange die Nachfrage in diesen Regionen niedrig bleibt, ist ein Anstieg für den Export noch nicht in Sicht. Für die Veränderung ist also ein Anziehen der Nachfrage aus dem Ausland wichtig und ebenso ein Konjunkturprogramm, welches die chinesische Regierung anstoßen und umsetzen muss. Es ist zu erwarten, dass der Export nach dem Abklingen der Rezession in den oben genannten Ländern wieder anziehen wird. Denn deren gesamte Weltwirtschaft ist von den Produkten Chinas abhängig. Das ist bisher noch vorwiegend bei den einfach herzustellenden Produkten der Fall. Aber die Preisfreundlichkeit erreicht mehr und mehr höherwertige Produkte wie Elektronik, Automobilindustrie und sogar den Maschinenbau. Es darf sogar noch mehr zu erwarten sein, dass sich die Weltwirtschaft auf die günstigeren Produkte fokussieren wird. Denn bei einem Verlust versuchen die Firmen, billiger einzukaufen, den sie mit den niedrigen Preisen aus China kompensieren könnten.

Es ist ein allgemeines Phänomen, dass es nach einem Rückgang auch wieder einen Aufschwung geben wird. Das kann sich wahrscheinlich nur um Wochen oder Monate handeln und dann wird die Wirtschaft Chinas wieder anziehen. Erste positive Zahlen, die bereits im Europaraum gemacht werden, werden spiegelbildlich in der Volksrepublik zu beobachten sein.

So sehr die Wirtschaft jedoch gelitten hat, China Aktien und China Fondshaben die Coronavirus-Krise noch vergleichsweise gut überstanden. Vor allem China A-Shares haben sich mit einer Performance von jeweils rund minus neun Prozent im ersten Quartal 2020 wacker geschlagen. Der Grund: Die Pandemie hat China schon Ende 2019 getroffen – die erste Erholung zeigte sich daher früher als im Rest der Welt.

Dass China insgesamt kein Wirtschaftsstaat mit großer Instabilität ist, zeigt bereits die China Währung in diesem Jahr. Sie hatte in den letzten 90 Tagen zwar typische Schwankung bei den negativen Krisenzeiten gegenüber dem Euro verzeichnet, konnte sich aber dennoch seit Mitte März wieder in eine stabilere Ausgangslage mit weniger Schwankungen einpendeln. Allein das zeigt, dass es schon bald eine Tendenz nach oben geben wird. Mehr zu China lesen auf www.asiafundmanagers.com